“Wir hoffen, dass wir Familie I. bald wieder in unserem Haus begrüßen können!”

Familie I. und ihre Freund*innen: Hier einige Zuschriften die wir erhalten haben:

Wir schreiben Ihnen aufgrund des angesetzten Abschiebungsverfahrens der Familie Immershivili.

Wir sind Hausnachbarn und Zeugen des unzumutbaren Ereignisses der letzten Nacht (09.06.21 – 10.06.21). Gegen 01:30 Uhr nachts mussten wir schockiert miterleben, wie das komplette Haus durch fast 20 Polizisten bzw. 7 Einsatzwagen der Polizei wachgerüttelt wurde. Familie Immersvihili sollte mit ihren 7 jungen Kindern in einen für 3:00 Uhr nachts bestellten Bus steigen, sämtliche Koffer packen – welche im Übrigen das Maximalgewicht für das Flugzeug nicht überschreiten durften- und 12 Uhr mittags des heutigen Tages mit einem Flugzeug nach Georgien starten und somit abgeschoben werden. Wir sind einfach nur fassungslos und können damit auch für die gesamte Hausgemeinschaft sprechen. Die Familie ist herzlich, entgegenkommend und hat sich in den letzten 10 Jahren, die sie hier wohnt, bestens integriert. Die Kinder sind hier zur Welt gekommen, sprechen fließend deutsch, besuchen die Schule und die Eltern Ilona und Ilaia sind zudem beide berufstätig.

Wir können uns nicht einmal ausmalen, wie es sich anfühlt, das ganze Hab und Gut seiner Existenz in kleine Koffer zu packen und sein Leben umkrempeln zu lassen. Die Kinder werden durch diesen Vorfall, vor allem aber dadurch, dass es mitten in der Nacht geschehen ist, für immer traumatisiert sein.

Uns ist unklar, weshalb Familie Immersvihili abgeschoben werden soll, so hat sie doch nichts verbrochen, sondern sich perfekt in das Leben in Deutschland integriert.

Wir hoffen stark, dass es nicht wirklich zum Einsteigen in das Flugzeug kommt, der Fall an die Presse geht und wir Familie Immersvihili bald wieder in unserem Haus begrüßen können.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes W. und Natalie P

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