Rede am 24. Juni von Marianne Thum für die AG Asylsuchende SOE e.V.

“Herzlichen Dank für die engagierten Redebeiträge. Herzlichen Dank dafür, dass Ihr alle hier seid, dass Ihr Euch klar positioniert

  • Gegen die aus unserer Sicht unrechtmäßige und skrupellose Abschiebung der Familie Imerlishvili
  • Und für das gemeinsame Ziel, der Familie die legale Einreise und Rückkehr in ihr Zuhause hier in Pirna zu ermöglichen!

Über die vorbildliche Integration der Familie und das respektvolle Zusammenleben innerhalb der Nachbarschaft haben wir heute einiges gehört.

Die Familie erfüllt alle Forderungen und Kriterien der Integration, die für den Aufenthalt nach § 25 Aufenthaltsgesetz erforderlich sind.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Familie abgeschoben wurde, obwohl über die Aufenthaltserlaubnis bisher nicht entschieden wurde.

Ebenfalls wurde die kurzfristige Entscheidung der Härtefallkommission, sich des Falles anzunehmen, ignoriert.

Das Innenministerium kannte die Sachlage und hatte die Pflicht, die zuständige Behörde und die Bundespolizei rechtzeitig zu informieren.

Das selbe Schicksal der nächtlichen Abschiebung in der selben Nacht ereilte auch eine 4-köpfige Familie aus Radebeul.

Auch hier ist es so, dass die Familie vorbildlich integriert ist, obwohl sie erst seit 2 Jahren in Deutschland ist.

Der Familienvater hat seit November 2020 eine Vollzeitstelle und der 14-jährige Sohn spielte als Nachwuchstalent beim Fußballverein Dynamo Dresden.

Wir sagen klar: es darf nicht sein, dass Familien mit Kindern nachts überfallartig mit einem immensen Polizeiaufgebot aus ihrem Zuhause gezerrt werden, um sie abzuschieben!

Liebe Ilona, lieber Ilia,

wir können Euch leider nichts versprechen! Aber wir können Euch sagen: hier in Pirna gibt es viele Menschen, die nicht locker lassen, die alles tun, um zu erreichen, dass Ihr zurück nach Pirna kommen könnt!

Wir als Zivilgesellschaft leben Tür an Tür mit geflüchteten Menschen!

Wir als AG Asylsuchende bieten im IBZ, Lange Str. 38 a Unterstützung, Raum zum gegenseitigen Kennenlernen und des respektvollen Miteinanders.

Aus zivilgesellschaftlicher Sicht richtet sich unsere inständige Bitte und unser Appell an den Landrat!

Herr Geissler, Sie haben es in der Hand!

Sie haben die Möglichkeit, die Familie zurückzuholen!

Wir bitten Sie: nehmen Sie nicht nur die Unterschriften entgegen, sondern seien Sie bereit, ein Gespräch zu führen mit der engagierten Zivilgesellschaft vor Ort!”

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