Familie P. aus Meißen

Im Flieger am 10.06.2021 saß auch Zaza P.

Er war zuvor 2 Wochen lang in Abschiebehaft gewesen. Getrennt von seiner Familie.

2 Wochen zuvor gab es auch eine Sammelabschiebung von Sachsen aus Georgien. Mit dabei Familie P. aus Meißen, seit 2014 in Deutschland.

Während der Abschiebung nahmen die Polizist*innen höhnisch, so der Familienvater, den Kindner Tablets und Sparschweine weg. Die sowieso schon überforderten Kinder – auch hier drang die Polzei nachts in die Wohnung der Familie ein! – weinten, der Vater schlug aus Frust und Verzweiflung auf den Spiegelschrank im Bad ein. Die Polzist*innen stürzten sich auf ihn, dabei verletzte sich Zaza P.

Wie wir von der Abschiebehaftkontaktgruppe erfuhren, die ihn beriet, galt das als “Selbstverletzung” und damit als Grund für die Abschiebehaft. Zaza P. wurde von seiner Familie getrennt, medizinisch versorgt und verbrachte 2 Wochen in der Abschiebehaft. Er bettelte darum, sofort abgeschoben zu werden, er zahle seine Flugtickt selber, er mache alles, um so schnell wie möglich zu seiner Familie zu kommen. Er wurde nicht gehört.

Gestern haben wir von “Oma Brigitte” erfahren. Ein Ehepaar aus Meißen war eng mit der Familie, vor allem den 5 Kindern befreundet, sie fuhren sogar zusammen in den Urlaub. Die Mädchen waren Klassenbeste, erzählt sie.

Das Ehepaar aus Meißen war entsetzt und fassungslos. Mit viel Aufwand konnten jetzt der Familie einige Sachen nach Georgien geschickt werden. Von den Behörden gab es keinerlei Hilfe, nicht mal eine Auskunft.

Unebgreiflich war es vor allem, dass sie nach der plötzlichen Abschiebung in der Nacht, die Frau alleine mit 5 Kindern abgeschoben haben. Sie stand völlig mittellos, ohne Telefon (sie haben sie nicht wiederbekommen), ohne Kontakt zu ihrem Mann, nachts gegen 23 Uhr auf dem Flughafen.

Die Familie wohnt jetzt bei Verwandten unter sehr beengten Verhältnissen.

Eine Tochter der Familie, Aishat, 13 Jahre schickte ihrer “Oma” viele Nachrichten. In einer berichtet sie von ihrer Abschiebung.

Aishat beschreibt, wie die Familie in Georgien ankam, wie die Abschiebung für die Mutter und die Kinder war:

Sier erzählt von ihrem leben in Deutschland und ihren Zukunftsträumen:

Aishat beschreibt, wie ihr Leben in Georgien ist:

Aishat beschreibt den Gesundheitszustand ihres Vaters:

Aishat lädt Journalist*innen nach Georgien ein:

3 Kommentare zu „Familie P. aus Meißen“

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