SZ Meißen: Wie es der georgischen Familie aus Meißen geht

06.07.2021 Marvin Graewert

Eine georgische Familie berichtet über ihre Zeit nach der Abschiebung aus Meißen. Die war schlimm, weil Handys und Spardosen konfisziert worden seien, so der Vorwurf.

Die Familie Pareulidze-Gardasvili vor dem Haus ihrer Großeltern im georgischen Dorf Birkiani.
Die Familie Pareulidze-Gardasvili vor dem Haus ihrer Großeltern im georgischen Dorf Birkiani

Meißen. Am Flughafen durchwühlt die bislang in Meißen lebende Familie Pareulidze ihre Taschen, doch die Handys lassen sich nicht finden, auch die Kinder-Spardosen sind weg. Als der 13-jährigen Tochter Aishat der Verlust auffällt, sind die Luftbegleiter der Bundespolizei verschwunden. Mitten in der Nacht sitzt eine weinende Mutter am Flughafen Tiflis, an ihrer Seite fünf erschöpfte Kinder, ohne Vater, ohne jeden Cent und ganz ohne Kontaktmöglichkeiten zur georgischen Verwandtschaft.

Taxifahrer werden auf die schluchzende Familie aufmerksam, möchten helfen, aber die umgerechnet 160 Euro für die dreistündige Taxifahrt – zu einer Familie, die noch gar nichts von der Abschiebung weiß – möchte niemand vorstrecken.

So schildert die älteste Tochter ihre ersten Stunden in Georgien und erhebt drastische Vorwürfe: “Die Polizisten haben uns bei der Abholung dreimal angelogen und jedes Mal gesagt, wir bekommen das Geld aus den Spardosen als Überbrückungshilfe zurück und auch die Handys am Flughafen wieder.”

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