Stiftung Frauenkirche Dresden distanziert sich von sächsischer Abschiebepolitik

2019 haben sich knapp 100 Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Herkunft und Abstammung im Projekt „Die Konferenz der Kinder“ mit den Themen Krieg, Flucht und Umweltzerstörung auseinandergesetzt. Die Uraufführung ihres Stückes fand in der Frauenkirche Dresden statt (Foto). Das Projekt war vom KlangNetz Dresden initiiert worden.

Bestürzt hat die Stiftung Frauenkirche Dresden auf die Nachricht reagiert, dass eine junge Teilnehmerin, Lika, jüngst mit ihrer Familie mit aller Härte nach Georgien abgeschoben wurde. In der Nacht vom 9. auf den 10. Juni 2021 holte die Polizei die neunköpfige Familie aus ihrer Wohnung in Pirna. Mehr als 8 Jahre hatte sie in Deutschland gelebt; 5 der 7 Kinder wurden hier geboren. Beide Eltern gingen geregelter Arbeit nach und engagierten sich ehrenamtlich. Zahlreiche Quellen bestätigen, dass die Familie gut integriert war.

Lika und ihre Familie ist nur ein Beispiel für eine Abschiebepraxis, die immer wieder Familien trifft und traumatisiert. Die Frauenkirche Dresden steht für ein friedfertiges und respektvolles Miteinander. Als Stiftung, die sich den Werten der Toleranz, Mitmenschlichkeit und Versöhnung verschrieben hat, distanzieren wir uns entschieden von der Art und Weise, wie in Sachsen Abschiebungen von integrierten Mitbürger*innen vollzogen werden. Wenn wir auf diese Weise Menschen aus unserer Mitte reißen, die sich in unsere Kultur eingefunden haben und sich für ihre Mitmenschen engagieren, ist das ein Verlust von Menschlichkeit, der schwer zu ertragen ist.

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