Sächsische: Linken-Chefin will CDU in die Opposition schicken

Von Gunnar Klehm am 30.07.2021

Amira Mohamed Ali, Vorsitzende der Linken-Fraktion im Bundestag, will Geringverdiener vor finanziellen Belastungen schützen und kritisiert in Pirna Sachsens Abschiebepraxis.

Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Amira Mohamed Ali, und Bundestagsabgeordneter André Hahn tourten zwei Tage lang durch den Landkreis.
Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Amira Mohamed Ali, und Bundestagsabgeordneter André Hahn tourten zwei Tage lang durch den Landkreis. © Steffen Unger

Es ist ein straffes Programm, das sich Amira Mohamed Ali auferlegt hat. Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag eilte zwei Tage lang im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge von Termin zu Termin. Neustadt, Bad Schandau, Königstein, Pirna und Wilsdruff waren die Stationen – im Wahlkampf ist viel los. Zur Bundestagswahl am 26. September will die Linke wieder Wählerinnen und Wähler zurückgewinnen. In Sachsen ist die Partei noch stärker als beispielsweise in Niedersachsen, wo Mohamed Ali zu Hause ist. Sachsen sei deshalb von großer Bedeutung für den angestrebten Wahlerfolg.

Unmenschlichkeit des Systems

Energisch wird sie im Gespräch mit der SZ, als es um Migration geht und die kürzliche Abschiebung der georgischen Familie mit sieben Kindern aus Pirna. Im Morgengrauen wurden sie von der Polizei geweckt und wenige Stunden später im Flugzeug nach Georgien geflogen. „Das ist unerträglich und leider kein Einzelfall in Deutschland. Gerade in Bezug auf die Kinder zeigt sich die Unmenschlichkeit des Systems“, erklärt Mohamed Ali.

Die Familie lebt seit Jahren in Pirna und gilt als bestens integriert. Mehr als 20.000 Unterschriften wurden in wenigen Tagen gesammelt, um die Behörden davon zu überzeugen, die Familie wieder nach Deutschland zu lassen. „Das hat es so noch nicht gegeben“, sagt Bundestagsabgeordneter André Hahn aus Gohrisch, der erneut als Direktkandidat für die Linke im Landkreis antritt.

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